Zur Geschichte des Unterföhringer Maibaums im Jahre 2022

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1. Ankunft des Maibaum

Schon früh am Morgen des 26. März machten sich die Burschen auf dem Weg, um den Baum aus einem Wald bei Ilching zu holen. Zur Unterstützung und Transportsicherung war auch ein Einsatzwagen der FFW Unterföhring mit dabei. Ohne Probleme kam man rechtzeitig in Unterföhring an.

Gleich nach der Ankunft wurde der Baum von den Mitgliedern des Trachtenvereins mit Girlanden geschmückt. Mit einem kleinen, aber dennoch feierlichen Festzug wurde der zukünftige Maibaum zum Feststadl gebracht, allen voran der 1. Bürgermeister Andi Kemmelmeyer, 2. Bürgermeister Manuel Prieler und Vereinssprecher und Koordinator Stefan Ganser, gefolgt von der Blaskapelle Unterföhring, dem Trachtenverein, der Burschen und dem Einsatzwagen der FFW. Den Schluss bildeten 3 Oldtimer-Bulldogs aus dem Besitz der Familie Höck, Leitner und Mayerhofer.

Nach der Ankunft am Feststadl galt es für die Burschen eine letzte Hürde zu schaffen – der Baum musste an seinen Platz neben dem Feststadl rangiert werden.

Musikalisch begleitet durch die Unterföhringer Blaskapelle wurde auch diese Aufgabe ausgezeichnet gemeistert. Um den Baum musste dann eine Umhausung errichtet werden, damit bei jeder Witterung gearbeitet werden kann und der Baum vor schlechtem Wetter geschützt ist. Am Abend feierte man bei einer Willkommensparty die Ankunft.

2. Hobeln und Schleifen des Maibaum

Gleich am Montag nach der Ankunft hobelten Mitglieder des Trachtenvereins und der Burschen unter der Anleitung von Andi Schwinghammer die restliche Rinde ab. Außerdem wurde der untere Teil des Baumes gleich für die Fassung zugeschnitten.
Nach ein paar Tagen Trocknungszeit wird der Baumstamm glatt geschliffen.
Obwohl der Baumstamm nach dem Hobeln schon sehr schön aussieht, muss, bevor er weiß – blau bemalt wird, fein abgeschliffen werden.

3. Bolzen und Sägen

Das Schneiden des Bolzens ist eine ganz wichtige Arbeit. Die Kunst ist, dass der Bolzen gerade im rechten Winkel durchgebohrt wird. Nur so steht der Maibaum gerade. Beim Aufstellen ist der Bolzen der Drehpunkt. Auf ihm lastet das Gewicht des Maibaums.

4. Bemalen des Maibaum

Nachdem der Baum fein abgeschliffen wurde, bekommt er seinen Anstrich.
Mit der weißen Farbe wird er mehrfach grundiert. Zum Schluss wird mit blauer Farbe des Band bis zur Spitze und die Rauten am unteren Ende bemalt.
Als letzte Arbeit am Maibaum ist das Bemalen des weiß-blauen Bandes sowie das Rautenmuster am unteren Ende auf dem Programm. Bevor die Malerarbeite beginnen, wird mittels einer Schnur die Windungen des Bandes gekennzeichnet. Dabei muss man ganz genau auf den Abstand ach-ten, damit das Band gleichmäßig sich bis zur Spitze schlängelt. Um einen genauen sauberen Übergang zur weißen Fläche bekommt, müssen die Kanten bei der weißen Farbe abgeklebt werden. Bei der blauen Farbe war ein dreimaliges streichen notwendig, um das schöne Blau zu erhalten.

Wir sehen uns in 4 Jahren wieder

Nun ist es soweit, es ist der 1. Mai und in einem feierlichen Umzug bei Nieselregen konnte der Baum durch die Unterföhringer Burschen, die Freiwillige Feuerwehr sowie den Deandlverein Unterföhring und dem Trachtenverein Unterföhring zum Bürgerhaus begleitet werden. Die Blaskapple Unterföhring untermalte den Aufstellprozesses des Baum mit musikalischer Unterhaltung. Zum Abschluss wurde bei lockerem Zusammensitzen die gemeinsame Wachzeit genossen.